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Warum die Zahl je Bundesland abweicht
Arbeitstage sind Tage von Montag bis Freitag ohne gesetzliche Feiertage. Da die Länder unterschiedlich viele Feiertage haben, unterscheidet sich auch die Zahl der Arbeitstage — zwischen dem Land mit den meisten und dem mit den wenigsten Feiertagen liegen je nach Jahr zwei bis vier Tage.
Hinzu kommt der Zufall des Kalenders: Fällt ein Feiertag auf ein Wochenende, geht er ersatzlos verloren. Deshalb schwankt die Zahl der Arbeitstage auch innerhalb desselben Bundeslands von Jahr zu Jahr — und zwar stärker als zwischen zwei Bundesländern im selben Jahr.
Arbeitstage, Werktage, Kalendertage
In Verträgen und Gesetzen sind die Begriffe klar getrennt: Werktage umfassen Montag bis Samstag, Arbeitstage nur Montag bis Freitag. Eine Lieferfrist von „drei Werktagen“ ist damit kürzer als eine von drei Arbeitstagen. Wer eine konkrete Frist bestimmen muss, rechnet sie mit dem Datumsrechner oder dem Arbeitstagerechner aus.
Warum der Urlaubsanspruch in Werktagen steht
Das Bundesurlaubsgesetz nennt 24 Werktage als Mindesturlaub — nicht 24 Arbeitstage. Gerechnet wird dort mit einer Sechstagewoche einschließlich Samstag. Wer an fünf Tagen arbeitet, kommt damit auf 20 Tage gesetzlichen Mindesturlaub. Dieselbe Umrechnung gilt bei Teilzeit: Drei Arbeitstage pro Woche ergeben zwölf Urlaubstage.
Die Zahl der Arbeitstage im Jahr ändert daran nichts. Sie wird gebraucht, wenn ein Jahresgehalt auf Tagessätze umgerechnet oder eine Kapazität geplant wird — nicht für den Urlaubsanspruch.
Wofür die Zahl in der Praxis gebraucht wird
Am häufigsten für drei Dinge: die Umrechnung eines Monatsgehalts in einen Tagessatz, die Kapazitätsplanung im Personalbereich und die Kalkulation von Stundensätzen bei Selbstständigen. Wer einen Jahreswert auf Tage herunterbricht, teilt durch die Arbeitstage, nicht durch 365 — der Unterschied beträgt rund 30 Prozent.
Quellen
Amtliche Fassungen. Diese Seite gibt den Stand allgemeinverständlich wieder und ersetzt keine Rechtsberatung.